29. November 2009

Paul und Pauline

Pauline und Paul nehmen Kontakt auf. Zum Glück hat Paul noch keine Zähne, sonst hätte er Pauline bestimmt den Finger abgebissen, den sie ihm einfach mal in den Mund gesteckt hat. Paul hat sich darüber jedenfalls köstlich amüsiert (genauso wie die "vertauschten" Papas). hihi 

Nur so...

Endlich war ich mal schnell genug, um Paul beim Lachen zu fotografieren. :-D

25. November 2009

Vom Essen und Trinken

In den ersten Tagen nach seiner Geburt hat Paul noch Glukoseinfusionen bekommen, um schneller zu Kräften zu kommen. Zusätzlich bekam er aber auch von Anfang an Milch in winzigen Portionen von 20 oder 25ml. Sehr schnell, um nicht zu sagen täglich, wurden vom Oberarzt die Trinkmengen um 5 ml erhöht. Das hört sich nicht viel an, aber man ist ganz schnell bei 50, 60 und 80ml. Obwohl er seine Mengen am Anfang noch ganz gut geschafft hat, kam Paul aber mit dem Trinken nicht mehr hinterher und bekam eine Magensonde verpasst. Mir war sowieso schleierhaft wie das funktionieren soll. Auf der Kinderintensivstation waren immer um 3 bzw. 15 Uhr, 7 bzw. 19uhr und 11 bzw. 23Uhr Versorgungszeiten, also windeln und füttern. Alle Kinder wurden gleichzeitig "abgefüttert". Ich habe aber vollstes Verständnis dafür, dass man keine Lust auf Milch hat, wenn man gerade noch friedlich geschlafen hat. Also haben wir um jeden ml gekämpft - gefühlte Ewigkeiten. Inklusive abpumpen der Muttermilch und wickeln hat die ganze Prozedur manchmal bis zu 2 Stunden gedauert. Und 2 Stunden später begann dann schon wieder die nächste "Versorgung".

Bevor Paul endlich entlassen werden konnte, musste er verlässlich alles trinken. Ich dachte wirklich, dass wir Weihnachten immer noch da sitzen werden. Doch nach zwei Wochen hat sich Paul schon zum zweiten Mal die Magdensonde selbst gezogen. Die Schwestern waren gerade beschäftigt und hatten keine Zeit eine neue zu setzen. Ich sollte auch erstmal sehen, ob und wieviel er trinkt. Und siehe da, niemand hätte es für möglich gehalten: Paul hat seit diesem Moment alles aber auch wirklich alles getrunken was man ihm vorgesetzt hat!! Schon drei Tage später durften wir dann auch endlich nach Hause.

Manchmal, wenns ihm nicht schnell genug gehen kann, hält er sogar selbst kurz die Flasche.

Nach 4 Monaten gabs zum ersten Mal einbisschen Bananenbrei, um zu testen, ob er für feste Nahrung überhaupt schon bereit ist. Was soll ich sagen, er sah sprichwörtlich erleichtert aus, dass es mal was anderes als nur Milch gibt! Seitdem gibts mittags also immer leckeren Brei. Inzwischen sogar ohne große Kleckerei und ohne mit den kleinen Händen in den vollen Löffel zu patschen und ihn dann durchs halbe Wohnzimmer zu werfen.
Hier der erste Bananenbrei. LECKER!


Auch wenn es anders aussieht. Paul fand Karotte gut, nur war ich ihm zu langsam! Kaum war der Löffel in Reichweite hatte das Geschrei ein Ende.

 
 
Trockenübungen


Bevor Paul seinen Brei bekommt, darf er vorher immer schon mit seinem Löffel spielen, damit er sich daran gewöhnt, schließlich soll er ja auch irgendwann mal selbst essen. Gestern hat er sich doch tatsächlich den Löffel genommen, als ich ihm diesen hingehalten hab und hat sich ihn in den Mund gesteckt! Ich war ziemlich beeindruckt, dass er mit dem langen Löffel wirklich sofort seinen Mund gefunden hat. *freu*  Da natürlich auf dem Löffel nichts drauf war, hat er das Interesse dann doch recht schnell wieder verloren.

Leider ist es mir noch nicht gelungen, Paul davon zu überzeugen, dass man außer Milch auch etwas anderes trinken kann und sollte. Wasser und Tee will er nicht, Saft will ich nicht. Manchmal kann ich ihn mit viel Überzeugungskraft dazu überreden doch einen Schluck Wasser zu trinken, aber ich hoffe, das wird noch. Irgendwann muss er ja mal was trinken. :-)

23. November 2009

Physiotherapie und Gruppenknuddeln

Paul wird heute schon 5 Monate alt. Wirklich unglaublich!

Eine Feier gabs heute nicht, aber dafür ein Geschenk vom Papa. Letztens hat er nämlich auf einer Messe einen "Schmuseball" gekauft, das ist ein bunter weicher Ball, mit dem man alles Mögliche spielen kann. Rollen, werfen, fangen, quetschen, reinbeißen, hinterherroben (naja das geht noch nicht) ... alles, was das Herz begehrt eben. Und wie der Zufall so spielt, wurde der Ball ausgerechnet heute geliefert, nachdem wir schon eine ganze Weile darauf gewartet haben. :-)



Heute morgen waren wir mal wieder zur Physiotherapie bei Frau M.. Paul hat super mit gemacht und hatte soviel Spaß, dass er die ganze  Zeit gekichert hat. Heute hat auch das Abstützen mit den Armen und das gleichzeitige Heben des Kopfes bilderbuchmäßig geklappt.


 
Nachdem Paul seit ein paar Tagen die Beine ja schon so schön hebt, funktioniert nun auch die Hand-Knie-Koordination. Als nächstes folgt dann die Hand-Fuß-Koordination. Aber daran üben wir noch.

Nach einem leckeren Kürbisputenbrei sind wir heute Nachmittag zum monatlichen Treffen in der Frühförderstelle gefahren und Paul hat sich gefreut, soviele Kinder zu treffen.


                     James, Paul und Anna

                             James kann auch schon Karate!

 

22. November 2009

Hoch die Beinchen hoch...

Schon gestern haben wir Paul dabei ertappt, wie er immer wieder versuchte, seine Beine ganz weit nach oben zu strecken. Erst sah das nur nach Zufall aus, aber heute ist er fast nur mit "Beinchen-heben-üben" beschäftigt. Manchmal kippt er dabei sogar schon leicht zur Seite. Noch ein kleines Stückchen mehr und er kann sich allein auf die Seite kullern. Aber wer so fleißig übt, wird (hoffentlich) bald belohnt (und hat vom vielen Üben STÄNDIG Hunger). Hier mal einige Impressionen:



Startposition

hauruck


linkes Bein

rechtes Bein



Juchu, endlich geschafft...

Mist, ich wurde ertappt!
Aber weils so schön war, versuche ichs gleich nochmal.

21. November 2009

Früh übt sich...


...wer mal gut Kaffee kochen will!

Frühförderung

Noch in der Klinik, direkt nach der Down-Diagnose wurde ich zugeschüttet mit Informationsmaterial, Kontaktadressen, Arztterminen, Broschüren, Büchern und nicht zuletzt allerhand Gesprächen. Das Material sollte uns helfen mit der Diagnose umzugehen. Ich fand das aber anfangs alles zuviel und hab den ganzen Schwung Broschüren erstmal in meinem Nachtschrank verstaut und zum Ende unseres Klinikaufenthalts größtenteils ungenutzt wieder zurück gegeben.

Nachdem wir drei uns zu Hause eingelebt hatten, ließ sich das Thema Therapie und Frühförderung nicht weiter aufschieben. Da wir damit noch nie etwas zu tun hatten, kam mir das ganze wie ein Buch mit 7 Siegeln vor - besonders das Thema Physiotherapie. Wie soll man entscheiden, was das beste fürs Kind ist, wenn man keine Ahnung?? Glücklicherweise hab ich im Krankenhaus D.(Neles Mama) kennen gelernt, ihres Zeichens im "normalen" Leben Physiotherapeutin, die mir erstmal die grundlegenden Dinge erklärt hat.
Nach einem ersten Termin zur Kontrolle von Pauls Gesundheitszustand im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) bekommt er nun alle drei Wochen Physiotherapie bei Frau M. Da Paul im Moment sehr fit ist und keinen großen Entwucklungsrückstand hat, ist eine häufigere Therapie derzeit nicht notwendig.
Problematischer gestaltete sich anfangs die Frühförderung. Am Anfang war mir völlig unklar, welche Frühförderstelle eigentlich für was zuständig ist. Über den Umweg einer fruchtlosen "Musiktherapie", bei der wir "bienchen summ herum..." sagen, landeten wir endlich bei Frühförderin Frau F., die uns seither jeden Dienstag besucht und Paul bestens fördert und bespielt. Hier einige Auszüge aus ihrer Arbeit:

Eines Tages brachte Frau F. einen nur schwach aufgeblasenen Gymnastikball mit und lässt Paul darauf ganz hoch und  schnell hüpfen. Obwohl er hier noch recht skeptisch guckt (wie immer, wenn er was Neues machen soll), liebt er diesen Ball inzwischen und kann vom Hüpfen gar nicht genug bekommen. Er lacht dabei so laut und viel, dass es eine wahre Freude ist. :-) Letzte Woche war er aber ganz traurig, weil Frau F. einfach ohne ihren Ball gekommen ist. Seltsamerweise ist plötzlich der Stöpsel aus dem arglos in der Garage liegenden Ball verschwunden. Frau F. und wir sagen: Haltet den Dieb!!

 
mit den Füßen spielen ist immer gut und auf dem Ball noch besser..."hehe" sagt Paul dazu nur.



 Verschnaufpause

 
Hier ist mal ein anderer Ball im Einsatz. Erst wird er anvisiert und dann sofort, so schnell konnte ich gar nicht gucken, das rote Tuch herausgezogen.

 

"1, 2, 3, alles muss versteckt sein..."





Frau F. hatte auch noch (Plastik)Bohnen dabei, in denen man ganz toll herumwühlen kann und die man schön mit den Händen und Füßen greifen kann. Nur leider hat Frau F. immer wieder verboten sie in den Mund zu stopfen, obwohl man doch erstmal alles kosten muss. :-)

Der Ohrendieb...

Letztens auf dem Sofa....

Paul noch ganz freundlich und friedlich, doch plötzlich  ...


schleicht sich von hinten ein ganz gemeiner Ohrendieb an.
Hilfe! Ich muss weg...

14. November 2009

Hurra, ich habe Füße!

In letzter Zeit entdeckt Paul immer mehr seine Füße. Er hat es schon immer gemocht, wenn man mit ihnen spielt und sie knuddelt. Alleine kommt er noch nicht an sie heran, aber er hat plötzlich entdeckt, dass man, wenn man an seinen Hosenbeinen zieht, die Füße näher kommen und dann vorm Geseicht baumeln. Er untersucht sie immer ganz genau und manchmal knabbert er sie  dann auch schon mal testweise an.

Oh, was ist denn das?

Hmm, sind das meine?


 
der schmeckt schon mal ganz gut

  Uff, ganz schön anstrengend. Ich glaube, ich übe noch ein bisschen...

10. November 2009

Erste Ausflüge und Bekanntschaften

Papa übt schieben :-)

   
an der Mecklenburger Seenplatte (mit besonderem Gruß an B. ;-) )


 
erster Ausflug an den See

zum ersten mal in Berlin


Besuch von Freundin Nele

Endlich ist Nele mal wieder da. Man beachte ihre schicke Ponyfrisur! (Mitte November ´09)

Besuch von Großcousine Pauline
 
Emilio und Fabio (9 Monate! und 2 1/2 Jahre alt)


Endlich zu hause..

Endlich zu hause angekommen, stellten wir fest, dass dort alles viel schöner und einfacher war als im Krankenhaus. Endlich keine Krankenhausatmosphäre, keine Überwachungsgeräte, die bei jeder Bewegung schrill piepsen und kein Krankenhausgeruch mehr. Plötzlich waren wir in unserer kleinen Wohnung nicht mehr zu zweit sondern zu dritt. Und ganz schnell war die Wohnung von Paul, Milchflaschen, Windeln und Spielzeug erobert.

kuscheln mit Mutti



 
Shaun und Co. passen auf


kleines Monster


trinken kann ja so anstrengend sein...
 

Hmm, will ich lieber essen oder schlafen, oder beides?


Man hat auch schon ordentlich zugelegt. (NOCH passt er ja in die Waage rein)