Ha. Jetzt habt ihr wohl alle gedacht, dass Paul schon eine schöne Rückwärtsrolle kann. Aber nein, soweit sind wir noch nicht, auch wenns nicht verwundern würde, so wie Paul durch die Gegend turnt.
Ich hatte mich nach einigem Überlegen entschlossen, diesen Blog zu verschlüsseln. Nachdem ich endlich heraus gefunden hatte, wie das funktioniert, brachte mich Soneas Mama auf einen neuen Gedanken und deshalb wird der Blog auch weiterhin öffentlich bleiben. Denn wie soll man sehen wie wunderbar unser Kinder sind, wenn man sie nicht sehen kann? Ich selbst habe am Anfang viel im Internet gelesen und bin dabei auf ein Foto von Sonea gestossen und habe nur gedacht, wie wunderschön sie ist. Deshalb schicke ich heute ganz besondere Grüße an Sonea und ihre Mama. :-)
Vielen Dank an alle, die sich bei mir näher vorgestellt haben. Ich habe mich sehr darüber gefreut.
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15. Juni 2010
7. Juni 2010
Umwandlung des Blogs
Hallo liebe registrierte Leser und alle, die es noch werden wollen,
bisher ist dieser Blog für alle Leser frei zugänglich. Aber weil ich in letzter Zeit von vielen Seiten immer wieder von Daten- und Bilderklau gehört habe und ich dieses Problem soweit wie möglich verhindern möchte, wird der Blog zukünftig nur noch für geladene, d.h. registrierte Leser zugänglich sein. Alle Leser sind herzlich eingeladen, Paul hier weiter zu besuchen. Auf Anfrage werde ich die Zugangsdaten gerne weitergeben.
viele Grüße und euch eine schöne Woche :-)
Ps: Bei Interesse könnt ihr gern an Paul eine Nachricht schicken und ich schicke euch dann, wenn der Blog umgestellt wird die Zugangsdaten. Dann braucht hier niemand seine Mail-Adresse zu veröffentlichen.
beipaul@gmx.de
bisher ist dieser Blog für alle Leser frei zugänglich. Aber weil ich in letzter Zeit von vielen Seiten immer wieder von Daten- und Bilderklau gehört habe und ich dieses Problem soweit wie möglich verhindern möchte, wird der Blog zukünftig nur noch für geladene, d.h. registrierte Leser zugänglich sein. Alle Leser sind herzlich eingeladen, Paul hier weiter zu besuchen. Auf Anfrage werde ich die Zugangsdaten gerne weitergeben.
viele Grüße und euch eine schöne Woche :-)
Ps: Bei Interesse könnt ihr gern an Paul eine Nachricht schicken und ich schicke euch dann, wenn der Blog umgestellt wird die Zugangsdaten. Dann braucht hier niemand seine Mail-Adresse zu veröffentlichen.
beipaul@gmx.de
17. Dezember 2009
"Reise nach Holland"
Viele von uns mit Down-Kindern, wenn nicht alle, werden diese Geschichte kennen. Ich habe sie in der ersten zeit nach der Down-Diagnose gelesen. Ich weiß nicht mehr, ob eine der Schwestern im Krankenhaus sie mir gegeben hat oder ob ich in einem Buch darauf gestoßen bin. Ich denke oft an sie, weil ich die Geschichte so schön, einfach und wahr finde. Deshalb hier noch einmal die "Reise nach Holland":
Ich werde oft gefragt, wie es ist ein behindertes Kind großzuziehen. Es ist wie folgt:
Wenn man ein Baby erwartet, ist das, wie wenn man eine wundervolle Reise nach Italien plant. Man deckt sich mit Reiseprospekten und Büchern über Italien ein un plant die wunderbare Reise. Man freut sich aufs Kolosseum, Michelangelos David, eine Gondelfahrt in Venedig, und man lernt vielleicht noch ein paar nützliche Brocken Italienisch. Es ist alles so aufregend. Nach Monaten ungeduldiger Erwartung kommt endlich der lang ersehnte Tag. Man packt die Koffer, und los gehts. Einige Stunden später landet das Flugzeug. Der Steward kommt und sagt: "Willkommen in Holland." "Holland?!? Was meinen sie mit Holland?!? Ich habe eine Reise nach Italien gebucht! Mein ganzes Leben lang habe ich davon geträumt, nach Italien zu fahren!"
Aber der Flugplan wurde geändert. Du bist in Holland gelandet, und da mußt du jetzt bleiben. Wichtig ist, die haben uns nicht in ein schreckliches, dreckiges, von Hunger, Seuchen und Krankheiten geplagtes Land gebracht. Es ist nur anders als Italien.
So, was du jetzt brauchst, sind neue Bücher und Reiseprospekte, und du mußt eine neue Sprache lernen, und du triffst andere Menschen, welche du in Italien nie getroffen hättest. Es ist nur ein anderer Ort, langsamer als Italien, nicht so auffallend wie Italien. Aber nach einer gewissen Zeit an diesem Ort und wenn du dich vom Schrecken erholt hast, schaust du dich um und siehst, dass Holland Windmühlen hat... Holland hat auch Tulpen. Holland hat sogar Rembrandts.
Aber alle, die du kennst, sind sehr damit beschäftigt, von Italien zu kommen oder nach Italien zu gehen. Und für den Rest deines Lebens sagst du dir: "Ja, Italien, dorthin hätte ich auch reisen sollen, dorthin habe ich meine Reise geplant."
Und der Schmerz darüber wird nie und nimmer vergehen, denn der Verlust dieses Traumes ist schwerwiegend.
Aber... wenn du dein Leben damit verbringst, dem verlorenen Traum der Reise nach Italien nachzutrauern, wirst du nie frei sein, die speziellen und wundervollen Dinge Hollands genießen zu können."
Emily Perl Kingsley
Ich werde oft gefragt, wie es ist ein behindertes Kind großzuziehen. Es ist wie folgt:
Wenn man ein Baby erwartet, ist das, wie wenn man eine wundervolle Reise nach Italien plant. Man deckt sich mit Reiseprospekten und Büchern über Italien ein un plant die wunderbare Reise. Man freut sich aufs Kolosseum, Michelangelos David, eine Gondelfahrt in Venedig, und man lernt vielleicht noch ein paar nützliche Brocken Italienisch. Es ist alles so aufregend. Nach Monaten ungeduldiger Erwartung kommt endlich der lang ersehnte Tag. Man packt die Koffer, und los gehts. Einige Stunden später landet das Flugzeug. Der Steward kommt und sagt: "Willkommen in Holland." "Holland?!? Was meinen sie mit Holland?!? Ich habe eine Reise nach Italien gebucht! Mein ganzes Leben lang habe ich davon geträumt, nach Italien zu fahren!"
Aber der Flugplan wurde geändert. Du bist in Holland gelandet, und da mußt du jetzt bleiben. Wichtig ist, die haben uns nicht in ein schreckliches, dreckiges, von Hunger, Seuchen und Krankheiten geplagtes Land gebracht. Es ist nur anders als Italien.
So, was du jetzt brauchst, sind neue Bücher und Reiseprospekte, und du mußt eine neue Sprache lernen, und du triffst andere Menschen, welche du in Italien nie getroffen hättest. Es ist nur ein anderer Ort, langsamer als Italien, nicht so auffallend wie Italien. Aber nach einer gewissen Zeit an diesem Ort und wenn du dich vom Schrecken erholt hast, schaust du dich um und siehst, dass Holland Windmühlen hat... Holland hat auch Tulpen. Holland hat sogar Rembrandts.
Aber alle, die du kennst, sind sehr damit beschäftigt, von Italien zu kommen oder nach Italien zu gehen. Und für den Rest deines Lebens sagst du dir: "Ja, Italien, dorthin hätte ich auch reisen sollen, dorthin habe ich meine Reise geplant."
Und der Schmerz darüber wird nie und nimmer vergehen, denn der Verlust dieses Traumes ist schwerwiegend.
Aber... wenn du dein Leben damit verbringst, dem verlorenen Traum der Reise nach Italien nachzutrauern, wirst du nie frei sein, die speziellen und wundervollen Dinge Hollands genießen zu können."
Emily Perl Kingsley
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