28. Dezember 2009

Update: Köpfchen hoch...

In den letzten  Tagen und Wochen haben wir daran gearbeitet, Pauls Nackenmuskulatur zu stärken. Mittlerweile klappt es auch immer besser - und das auch ohne die ungeliebte Wingbo-Schaukel. Ich werde sie wohl auch wieder ganz schnell an die Frühförderstelle zurück geben; vielleicht findet sich ja doch noch ein Kind, das sich für die Schaukel begeistern kann. Paul hat mehr oder weniger von selbst angefangen, seinen Kopf öfter und länger zu halten. Wahrscheinlich hat er einfach bemerkt, dass er dann auch mehr sehen kann und neugierig ist er ja. mittlerweile greift er auch immer bewusster zu. Das bedeutet allerdings auch, dass haare, Brillen und sonst alles in seiner Umgebung immer unsicherer wird. Aber noch freue ich mich ja, wenn er an meinen Haaren zieht. :-D


 Besonders toll ist es, wenn man mitten IN seinem Mobile sitzen kann und dabei sogar versuchen kann, die Tierchen zu fangen!



 Uff, ein bisschen anstrengend wars ja schon...

Verspätete Weihnachtsgrüße

Etwas verspätet aber dennoch von Herzen  sende ich euch allen frohe Weihnachtsgrüße!! Ich hoffe, ihr hattet ein paar frohe und besinnlich Weihnachtstage im Kreis eurer Familien.



Unser Weihnachtsmann war sehr fleißig. Aber nach dem anstrengenden Austragen der vielen Geschenke war er doch recht erschöpft...



liebe Grüße und gute Besserung an alle,  die krank sind oder waren...

22. Dezember 2009

Dies und das...

Bei unserem letzten Psysiotherapiebesuch wurde ich darauf hingewiesen, dass Pauls Nacken- und Rückenmuskulatur doch noch recht schwach ausgebildet ist; ganz im Gegensatz zu seiner starken Rumpf- und Bauchmuskulatur. Damit er es schafft, sich irgendwann mal zu drehen, müssen wir dier Muskeln stärken. Nach einigem hin und her habe ich mir schließlich bei unserer Frühförderin Frau F. eine Wingbo-Schaukel ausgeborgt. das Kind liegt in Bauchlage darauf und soll so animiert werden, den Kopf zu heben. Ich glaube, das funktioniert auch ganz gut. Aber nun ja, Pauls Begeisterung hält sich gewissermaßen in Grenzen. Zwar hat er anfangs wie im Bilderbuch auf der Schaukel gelegen und auch ganz interessiert herum geguckt, aber schon nach wenigen Minuten (wenn überhaupt) mussten wir uns seinem Gemecker wieder geschlagen geben.

Dafür hatte Paul endlich mal wieder die Gelegenheit seine Stirn so richtig in Falten zu legen - und Gott sei Dank sind die Fotos ohne Ton. :-D  Angeblich sollen ja Down-Kinder ihre Emotionen nicht so deutlich zeigen können; glauben kann ich das auf jeden Fall nicht!


Paul hat Tüten für sich entdeckt. Zumindest zeitweilig sind die spannender als jedes Spielzeug (natürlich nur unter allerschwerster Beobachtung!), weil sie ja so toll rascheln und knistern.


Später habe ich Paul "erwischt", wie er seinem kleinen Freund, dem Schaf, etwas vorgeplappert hat. 
 



Der erste Schnee

Vor einigen Tagen dachte ich mich trifft der Schlag, als ich aus dem Fenster sah. Alles weiß. Schnee - juchu! Also Paul dick eingemummelt und ab in den Park bei schönstem Winterwetter. Wirklich gesehen hat er von der weißen Pracht leider nicht viel, denn kaum lag er schön warm verpackt im Kinderwagen, schon hat er tief und fest geschlummert.
Ich habe einen kleinen Eisbären gefangen! :-)

17. Dezember 2009

"Reise nach Holland"

Viele von uns mit Down-Kindern, wenn nicht alle, werden diese Geschichte kennen. Ich habe sie in der ersten zeit nach der Down-Diagnose gelesen. Ich weiß nicht mehr, ob eine der Schwestern im Krankenhaus sie mir gegeben hat oder ob ich in einem Buch darauf gestoßen bin. Ich denke oft an sie, weil ich die Geschichte so schön, einfach und wahr finde. Deshalb hier noch einmal die "Reise nach Holland":

Ich werde oft gefragt, wie es ist ein behindertes Kind großzuziehen. Es ist wie folgt:
Wenn man ein Baby erwartet, ist das, wie wenn man eine wundervolle Reise nach Italien plant. Man deckt sich mit Reiseprospekten und Büchern über Italien ein un plant die wunderbare Reise. Man freut sich aufs Kolosseum, Michelangelos David, eine Gondelfahrt in Venedig, und man lernt vielleicht noch ein paar nützliche Brocken Italienisch. Es ist alles so aufregend. Nach Monaten ungeduldiger Erwartung kommt endlich der lang ersehnte Tag. Man packt die Koffer, und los gehts. Einige Stunden später landet das Flugzeug. Der Steward kommt und sagt: "Willkommen in Holland." "Holland?!? Was meinen sie mit Holland?!? Ich habe eine Reise nach Italien gebucht! Mein ganzes Leben lang habe ich davon geträumt, nach Italien zu fahren!"
Aber der Flugplan wurde geändert. Du bist in Holland gelandet, und da mußt du jetzt bleiben. Wichtig ist, die haben uns nicht in ein schreckliches, dreckiges, von Hunger, Seuchen und Krankheiten geplagtes Land gebracht. Es ist nur anders als Italien.
So, was du jetzt brauchst, sind neue Bücher und Reiseprospekte, und du mußt eine neue Sprache lernen, und du triffst andere Menschen, welche du in Italien nie getroffen hättest. Es ist nur ein anderer Ort, langsamer als Italien, nicht so auffallend wie Italien. Aber nach einer gewissen Zeit an diesem Ort und wenn du dich vom Schrecken erholt hast, schaust du dich um und siehst, dass Holland Windmühlen hat... Holland hat auch Tulpen. Holland hat sogar Rembrandts.
Aber alle, die du kennst, sind sehr damit beschäftigt, von Italien zu kommen oder nach Italien zu gehen. Und für den Rest deines Lebens sagst du dir: "Ja, Italien, dorthin hätte ich auch reisen sollen, dorthin habe ich meine Reise geplant."
Und der Schmerz darüber wird nie und nimmer vergehen, denn der Verlust dieses Traumes ist schwerwiegend.
Aber... wenn du dein Leben damit verbringst, dem verlorenen Traum der Reise nach Italien nachzutrauern, wirst du nie frei sein, die speziellen und wundervollen Dinge Hollands genießen zu können."
Emily Perl Kingsley

13. Dezember 2009

Update: "Hoch die Beinchen"


Vor einiger Zeit hatte ich ja darüber berichtet, wie Paul versucht, seine Beine zu heben. Mittlerweile tritt er schon ABSICHTLICH und gezielt gegen das Mobile über seinem Laufstall, damit es auch immer schön in Bewegung bleibt. Leider sieht man es hier auf dem Foto nicht so gut, weil ich immer zu langsam bin. Aber wenn man gaaaanz genau hinschaut, sieht man ein fliegendes Bein und einen fliegenden Fisch. :-D

Früh übt sich...

...wer mal eine echte Leseratte werden will. Zur Geburt hat Paul von den Kollegen seiner Oma sein allererstes Bilderbuch bekommen, das er jetzt für sich entdeckt hat. Jedenfalls hat er es ganz genau von allen Seiten untersucht.

Es sieht nicht nur gut aus, sondern scheint auch ganz gut zu schmecken.



Umblättern und anschauen der Bilder klappt schon mal ganz gut.