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22. Dezember 2009

Dies und das...

Bei unserem letzten Psysiotherapiebesuch wurde ich darauf hingewiesen, dass Pauls Nacken- und Rückenmuskulatur doch noch recht schwach ausgebildet ist; ganz im Gegensatz zu seiner starken Rumpf- und Bauchmuskulatur. Damit er es schafft, sich irgendwann mal zu drehen, müssen wir dier Muskeln stärken. Nach einigem hin und her habe ich mir schließlich bei unserer Frühförderin Frau F. eine Wingbo-Schaukel ausgeborgt. das Kind liegt in Bauchlage darauf und soll so animiert werden, den Kopf zu heben. Ich glaube, das funktioniert auch ganz gut. Aber nun ja, Pauls Begeisterung hält sich gewissermaßen in Grenzen. Zwar hat er anfangs wie im Bilderbuch auf der Schaukel gelegen und auch ganz interessiert herum geguckt, aber schon nach wenigen Minuten (wenn überhaupt) mussten wir uns seinem Gemecker wieder geschlagen geben.

Dafür hatte Paul endlich mal wieder die Gelegenheit seine Stirn so richtig in Falten zu legen - und Gott sei Dank sind die Fotos ohne Ton. :-D  Angeblich sollen ja Down-Kinder ihre Emotionen nicht so deutlich zeigen können; glauben kann ich das auf jeden Fall nicht!


Paul hat Tüten für sich entdeckt. Zumindest zeitweilig sind die spannender als jedes Spielzeug (natürlich nur unter allerschwerster Beobachtung!), weil sie ja so toll rascheln und knistern.


Später habe ich Paul "erwischt", wie er seinem kleinen Freund, dem Schaf, etwas vorgeplappert hat. 
 



23. November 2009

Physiotherapie und Gruppenknuddeln

Paul wird heute schon 5 Monate alt. Wirklich unglaublich!

Eine Feier gabs heute nicht, aber dafür ein Geschenk vom Papa. Letztens hat er nämlich auf einer Messe einen "Schmuseball" gekauft, das ist ein bunter weicher Ball, mit dem man alles Mögliche spielen kann. Rollen, werfen, fangen, quetschen, reinbeißen, hinterherroben (naja das geht noch nicht) ... alles, was das Herz begehrt eben. Und wie der Zufall so spielt, wurde der Ball ausgerechnet heute geliefert, nachdem wir schon eine ganze Weile darauf gewartet haben. :-)



Heute morgen waren wir mal wieder zur Physiotherapie bei Frau M.. Paul hat super mit gemacht und hatte soviel Spaß, dass er die ganze  Zeit gekichert hat. Heute hat auch das Abstützen mit den Armen und das gleichzeitige Heben des Kopfes bilderbuchmäßig geklappt.


 
Nachdem Paul seit ein paar Tagen die Beine ja schon so schön hebt, funktioniert nun auch die Hand-Knie-Koordination. Als nächstes folgt dann die Hand-Fuß-Koordination. Aber daran üben wir noch.

Nach einem leckeren Kürbisputenbrei sind wir heute Nachmittag zum monatlichen Treffen in der Frühförderstelle gefahren und Paul hat sich gefreut, soviele Kinder zu treffen.


                     James, Paul und Anna

                             James kann auch schon Karate!

 

21. November 2009

Frühförderung

Noch in der Klinik, direkt nach der Down-Diagnose wurde ich zugeschüttet mit Informationsmaterial, Kontaktadressen, Arztterminen, Broschüren, Büchern und nicht zuletzt allerhand Gesprächen. Das Material sollte uns helfen mit der Diagnose umzugehen. Ich fand das aber anfangs alles zuviel und hab den ganzen Schwung Broschüren erstmal in meinem Nachtschrank verstaut und zum Ende unseres Klinikaufenthalts größtenteils ungenutzt wieder zurück gegeben.

Nachdem wir drei uns zu Hause eingelebt hatten, ließ sich das Thema Therapie und Frühförderung nicht weiter aufschieben. Da wir damit noch nie etwas zu tun hatten, kam mir das ganze wie ein Buch mit 7 Siegeln vor - besonders das Thema Physiotherapie. Wie soll man entscheiden, was das beste fürs Kind ist, wenn man keine Ahnung?? Glücklicherweise hab ich im Krankenhaus D.(Neles Mama) kennen gelernt, ihres Zeichens im "normalen" Leben Physiotherapeutin, die mir erstmal die grundlegenden Dinge erklärt hat.
Nach einem ersten Termin zur Kontrolle von Pauls Gesundheitszustand im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) bekommt er nun alle drei Wochen Physiotherapie bei Frau M. Da Paul im Moment sehr fit ist und keinen großen Entwucklungsrückstand hat, ist eine häufigere Therapie derzeit nicht notwendig.
Problematischer gestaltete sich anfangs die Frühförderung. Am Anfang war mir völlig unklar, welche Frühförderstelle eigentlich für was zuständig ist. Über den Umweg einer fruchtlosen "Musiktherapie", bei der wir "bienchen summ herum..." sagen, landeten wir endlich bei Frühförderin Frau F., die uns seither jeden Dienstag besucht und Paul bestens fördert und bespielt. Hier einige Auszüge aus ihrer Arbeit:

Eines Tages brachte Frau F. einen nur schwach aufgeblasenen Gymnastikball mit und lässt Paul darauf ganz hoch und  schnell hüpfen. Obwohl er hier noch recht skeptisch guckt (wie immer, wenn er was Neues machen soll), liebt er diesen Ball inzwischen und kann vom Hüpfen gar nicht genug bekommen. Er lacht dabei so laut und viel, dass es eine wahre Freude ist. :-) Letzte Woche war er aber ganz traurig, weil Frau F. einfach ohne ihren Ball gekommen ist. Seltsamerweise ist plötzlich der Stöpsel aus dem arglos in der Garage liegenden Ball verschwunden. Frau F. und wir sagen: Haltet den Dieb!!

 
mit den Füßen spielen ist immer gut und auf dem Ball noch besser..."hehe" sagt Paul dazu nur.



 Verschnaufpause

 
Hier ist mal ein anderer Ball im Einsatz. Erst wird er anvisiert und dann sofort, so schnell konnte ich gar nicht gucken, das rote Tuch herausgezogen.

 

"1, 2, 3, alles muss versteckt sein..."





Frau F. hatte auch noch (Plastik)Bohnen dabei, in denen man ganz toll herumwühlen kann und die man schön mit den Händen und Füßen greifen kann. Nur leider hat Frau F. immer wieder verboten sie in den Mund zu stopfen, obwohl man doch erstmal alles kosten muss. :-)