Am 22.1. stand bei uns laut gelbem Untersuchungsheft die U5 an. Gesagt, getan dachte ich. Aber so einfach wie ich dachte, sollte sich das ganze Unterfangen doch nicht herausstellen. Nachdem ich ewig und drei Tage unsere Ärztin nicht erreichen konnte, stellte sich heraus, dass sie jetzt endgültig in Rente gegangen ist (sie war wohl vor einiger Zeit schon mal in Rente und hat wegen akutem Ärztemangel nochmal ein paar Jahre dran gehängt). :-( Wirklich zufrieden war ich bei ihr auch nicht, weil nie die Zeit für eine Frage war; immer Hektik und immer geschah alles nur zwischen Tür und Angel. Meistens brauchte ich auch nur Überweisungen. Zum Glück war Paul bis jetzt noch nicht krank. Bei einem anderen Arzt, der viele kleine besondere Patienten hat, konnten wir leider noch nicht unterkommen, also mussten wir zur Vertretung in die Kinderklinik. (Heute morgen las ich doch mit Erstaunen, in der Zeitung dass Magdeburg mit 22(!) Kinderärzten statistisch(!!) überversorgt(!!!) ist.)
Nach einer anstrengenden Hinfahrt mit Bus und Bahn durch Eis und Schnee und einer 90 Minuten Wartezeit in der eigentlich leeren Praxis waren wir nach klein Kimberly-Cheyenne endlich dran.
Deshalb hier die Daten von Pauls Bestandsaufnahme nach 7 Monaten:
Gewicht: 8400g (bei Geburt 2130g)
Größe: 69cm (bei Geburt 45cm)
Paul ist seit seiner Geburt ordentlich gewachsen und hat auch einiges zugelegt und liegt genau in der Norm. Auch sonst hat er sich von seiner besten Seite gezeigt. Hat mit der Ärztin geflirtet, sich den Spachtel in den Mund schieben lassen, sich gedreht (ich war so froh, dass er das zu dem Zeitpunkt schon konnte) und hat auch sonst alles mit sich machen lassen. Er hat sogar versucht die kleine Lampe der Ärtin zu klauen. :-D Sie war mit ihm zufrieden. Nur in der Bauchlage sei ihm die Muskelschwäche noch anzumerken, weil er noch keine Lust hat, sich lange auf seinen Ärmchen abzustützen. Ausdrücklich gelobt hat sie seinen Impfstatus. Obwohl mir unklar ist, wie der nicht in Ordnung sein sollte, wenn man sich an die empfohlenen Impftermine hält.
Ob wir beei dieser Ärztin bleiben, weiß ich noch nicht. Auf meine Frage nach einer Überweisung zum augenarzt zur Überprüfung (das kann ja zur Sicherheit nicht schaden), hat sie erstmal in ihr schlaues Buch geschaut, ob das bei Down-Syndrom nötig sei. Kurzum, wir haben keine Überweisung bekommen.
mal sehen, welche Lösung sich bis März auftut, denn spätestens dann werden wir ja neue Überweisungen brauchen.
Noch eine (un)erfreuliche Arztgeschichte:
Über mehrere Ecken kam mir zu Ohren, dass sich die Logopädien unseres SPZ wundert, dass ich ihr Paul noch nicht vorgestellt habe. Aber ich wundere mich ja auch, dass ich sie noch nicht kenne. Anders als bei allen anderen Kindern mit Down-Syndrom war sie bei uns nie an den Arztgesprächen beteiligt. Selbst auf meine Nachfrage bekam ich vom zuständigen Arzt nur die Auskunft, dass wir im Sommer 2010 erstmal schauen "müssten", ob bei Paul überhaupt Bedarf an Logopädie bestehe. Nach einigem hin und her habe ich jetzt quasi hinter dem Rücken des Arztes, der das eigentlich anweisen müsste, einen Termin im März mit der Logopädin und freue mich wirklich sehr darauf! Schließlich kann man mit der logopädischen Förderung nicht früh genug anfangen.
Der besagte Arzt war auch erstaunt, wie schön, man doch mit Paul (damals genau 6 Monate alt) kommunizieren könne. Ich solle mich doch ruhig auch mal an meinem Kind freuen! (Diesen Hinweis lasse ich an dieser Stelle mal lieber unkommentiert.)
Soviel zum Ärztefrust... Fortsetzung folgt bestimmt
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